Bei perfekten Bedingungen und gutem Grip traten neun Fahrer zum 20-Runden-Finale des GP Sulgen Outdoor an. Bereits im Qualifying deutete sich an, wie eng es im Spitzenfeld werden würde. Ertu holte sich mit einer starken 37.3er-Runde verdient die Pole Position. Dahinter lauerten Patrick und Jerome, während Silvan, nach technischen oder taktischen Schwierigkeiten im Qualifying, nur auf Startplatz acht stand – eine scheinbar schwierige Ausgangslage, die jedoch zum Herzstück der Rennstory werden sollte.
Mit dem Erlöschen der Startampeln setzte sich Ertu sofort vom Feld ab und nutzte die freie Bahn perfekt. Patrick verteidigte Platz zwei souverän, während Jerome auf Rang drei gleich unter Druck geriet.
Im Mittelfeld kam es bereits in der ersten Runde zu den ersten Verschiebungen. Silvan, trotz Startplatz 8, fand sofort enormen Grip, erwischte ein perfektes Timing und zog in den ersten beiden Runden an Felix, Devesh und Kai vorbei. Nach nur drei Umläufen lag er bereits auf Platz 5 – ein Auftakt wie aus einem Guss.
Während Ertu vorne kontrolliert Runde um Runde abspulte, entbrannte dahinter ein mitreissender Dreikampf. Silvan fuhr nun die schnellsten Rennrunden des gesamten Feldes – mehrfach in den tiefen 37 Sekunden –, während Patrick und Jerome konstante, aber etwas langsamere 38er-Zeiten fuhren.
In Runde 5 schnappte sich Silvan Jerome mit einem sauber vorbereiteten Angriff. Nur zwei Runden später attackierte er auch Patrick, der in dieser Phase etwas Pace verlor.
Silvan lag nun auf Platz 2, nur noch rund zwei Sekunden hinter dem Führenden Ertu.
Die Zuschauer erkannten: Der Mann im dunkelblauen Kart war heute in absoluter Höchstform unterwegs.
Doch Patrick wollte seinen zweiten Rang keinesfalls kampflos hergeben. Als Silvans Pace in der Mitte des Rennens geringfügig nachliess, fand Patrick wieder in seinen Rhythmus – drei nahezu identische 38.0-Runden machten den Unterschied.
In Runde 10 war Patrick erneut in Schlagdistanz.
In Runde 11 setzte er den entscheidenden Move: spät angebremst, sauber durchgezogen, Patrick zurück auf Platz 2.
Ein starkes Statement und gleichzeitig der Schlüsselmoment, der die endgültige Reihenfolge der Podiumsplätze einleiten sollte.
Während Ertu vorne weiterhin mit beeindruckender Konstanz fuhr – kaum Abweichungen, keine Fehler, perfekte Linienwahl –, entwickelte sich im Mittelfeld ein intensives Duellpaket:
Währenddessen blieb Silvan dran, schloss mehrfach wieder etwas auf Patrick auf, doch die entscheidenden Zehntel fehlten nun. Patrick fuhr ein fehlerfreies, taktisch kluges Rennen.
In der Schlussphase zündete Silvan noch einmal:
Eine 37.43 in Runde 19 war seine schnellste Runde – und gleichzeitig eine der besten Zeiten des gesamten Finals. Doch Ertu und Patrick liessen sich davon nicht beeindrucken.
Ertu brachte den Vorsprung souverän ins Ziel, Patrick verteidigte seinen zweiten Platz mit beeindruckender Abgeklärtheit, und Silvan musste sich mit einem dennoch aussergewöhnlichen dritten Platz zufriedengeben.
Ein Finale, das alles bot: Strategie, Überholmanöver, Spannung und eine grosse Show der Top-3-Piloten.
| 1 | Ertu | 26 Pkt |
| 2 | Patrick A. | 23 Pkt |
| 3 | Silvan | 19 Pkt |
| 4 | Jerome | 17 Pkt |
| 5 | flurin | 16 Pkt |
| 6 | Felix | 15 Pkt |
| 7 | Kay | 14 Pkt |
| 8 | Devesh | 13 Pkt |
| 9 | Roberto | 12 Pkt |